Mehr Selbstbestimmung durch alternative Kommunikation
Diese Arbeit setzt sich grundlegend mit den Kommunikationsproblemen von Mädchen und Frauen mit Rett-Syndrom auseinander. Anlass für dieses Thema war ein jeweils dreimonatiges Praktikum der Autoren am DEAL Communication Centre, Melbourne (Australien), einem Therapie- und Beratungszentrum für Menschen mit jeglichen Kommunikationsbeeinträchtigungen, die dort mit den Methoden der Unterstützten und Gestützten Kommunikation gefördert werden.
Zunächst werden der Begriff 'Rett-Syndrom' sowie die vielschichtigen Symptome die damit verbunden sind erörtert, um im Folgenden dann auf spezifische Probleme bei der Verarbeitung von Wahrnehmungseindrücken bei dieser Klientel einzugehen.
Diese Voraussetzungen müssen beachtet werden, wenn Strategien zur Kommunikationsförderung erfolgreich sein sollen. Der Begriff 'Kommunikation' wird in dieser Arbeit aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, bevor im Anschluss daran in die Methoden der alternativen Kommunikation eingeführt wird.
Die kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten der Mädchen und Frauen mit Rett-Syndrom sind für den Einsatz alternativer Methoden von Bedeutung, deshalb werden sie, wie auch das Kommunikationsverhalten dargestellt, um für die vorhandenen Signale zu sensibilisieren.
Am DEAL Communication Centre konnten die Autoren einige pädagogisch-therapeutische Maßnahmen für die Mädchen mit Rett-Syndrom beobachten, die in der Arbeit erläutert werden sollen. Anhand ausgewählter Einzelbeobachtungen wird dann die praktische Umsetzung der zuvor beschriebenen Interventionen vorgestellt. Hierzu wurde auch eine Videodokumentation erstellt.
Abschließend sollen mögliche Auswirkungen einer Kommunikationsförderung mittels alternativer Methoden auf die Lebensqualität und Selbstbestimmung von Mädchen und Frauen mit Rett-Syndrom diskutiert werden.
Ferner wurde im Zusammenhang mit dieser Arbeit ein 'Leitfaden zur Kommunikationsförderung von Mädchen und Frauen mit Rett-Syndrom' erstellt, der sowohl theoretische als auch praktische Anregungen für Eltern, Erzieher und Pädagogen geben soll.
Diese Arbeit wurde 2001 als wissenschaftliche Hausarbeit im Rahmen der ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Sonderschulen verfasst.
Bei Fragen zum "Leitfaden zur Kommunikationsförderung von Mädchen und Frauen mit Rett-Syndrom" und zur Videodokumentation wenden Sie sich bitte direkt an die Autoren Eva Schnermann und Henning Schmidt.
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